Schloss und Burg Lauenstein mít Falknerei
König Johann von Sachsen nannte die Flussniederung der Müglitz "Das schönste Tal Sachsens"
Nicht nur die Greifvögel der Falknerei, die Besuchern täglich um 15 Uhr die Jagd aus der Luft demonstrieren, genießen auf Schloss und Burg Lauenstein eine grandiose Aussicht auf Stadt und Landschaft: Die Burgruine aus dem 13./14. und das repräsentative Wohnschloss aus dem 16. Jahrhundert liegen auf einem malerischen Felssporn hoch über dem Lauf des Flusses.
Nach einem verheerenden Stadtbrand im Jahr 1594 ließ Günther von Bünau Stadt, Kirche und Schloss wiederaufbauen und mit wertvollen Kunstwerken ausstatten.
Sehenswert ist der Vogelsaal mit den filigranen Wandmalereien geflügelter Wesen und seiner Dauerausstellung zur Geschichte der Falknerei. Der Türken- und Wappensaal mit der prächtigen Stuckdecke aus dem Jahr 1609 finden regelmäßig Schlosskonzerte statt und der großartigen Akustik wirkt vor allem auf Liebhaber klassischer Musik wie ein Magnet, in dem auch geheiratet werden kann.
In einem weiteren Saal wird George Bähr der in Lauenstein zur Schule ging, der Baumeister der Dresdner Frauenkirche wahr, als berühmtester Sohn des östlichen Erzgebirges geehrt, während das Gefängnis und die mittelalterlichen Gewölbe der Burgruine bei einer Begehung für angenehmen Nervenkitzel sorgen.
Das Osterzgebirgsmuseum lockt mit Ausstelllungen zur Regionalgeschichte und im Hauptschloss findet man alles was über Volks- und Naturkunde wichtig ist.
Am Beispiel der Ackerbürger, der Schützengesellschaft und der Herstellung und Verwendung von Holzschindeln wird in drei Räumen die Geschichte der Stadt Lauenstein und des umliegenden Landes aufgezeigt. Eine Bildgalerie mit Werken namhafter sächsischer Künstler zur Landschaft und zum bäuerlichen Schaffen im östlichen Erzgebirge schließt sich diesen Ausstellungen an.
Wertvolle mehrfarbige Portraitplastiken und eine Kanzel aus dem Jahre 1635 sind in der um 1480 entstandenen Schlosskapelle zu besichtigen. Eine für Sachsen einmalige Ausstellung über die Kursächsischen Postmeilensäulen wurde im Herbst 2000 eröffnet.
Die mittelalterliche Stadt Lauenstein, auf einem Plateau geschützt vor den Hochwassern der Müglitz, ist in ihrem ursprünglichen Zustand weitgehend erhalten. Aus dem Gewirr der schmalen Gassen ragt die Stadtkirche mit ihrem berühmten Altarbau und der reich verzierten Grabkapelle des einflussreichen Adelsgeschlechts von Bünau hervor.






















